Islam – eine umstrittene Religion? Daten – Fakten – Hintergründe

Ortsverein

Gut 30 SPD- Mitglieder - darunter auch viele Ratsmitglieder - und interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen im Vortragssaal des AWO- Kompetenzzentrums zusammen, um sich über das Thema „Islam – eine umstrittene Religion? Daten – Fakten –Hintergründe“ zu informieren und zu diskutieren.

„Entsprechend der täglichen Nachrichtenlage wird der Islam in Europa oftmals verbunden mit Unterdrückung, Kopftuch, Burka, Terror und Mord. Die Erwartungshaltung der europäischen Öffentlichkeit schreibt den Muslimen denn auch eine besondere Verpflichtung zu, zu dem Terror und dem Unrecht im Namen der Religion Stellung zu beziehen“ so der SPD- Ortsvereinsvorsitzende Wilhelm Janßen in seinen einleitenden Worten.

Distanzierungen gebe es denn auch von allen muslimischen Verbänden. Dass aber ein gesamtes Kollektiv verantwortlich gemacht wird für die Tat Einzelner, sei keine vernünftige, aber eine selbstverständliche Folge der Gewalt, die im Namen dieses Kollektivs begangen wird. „Aber diese Sicht, diese Einseitigkeit und Verkürzung dürften wir uns nicht zu Eigen machen“ so Janßen.

Der Referent, Pastor Olaf Grobleben, Oberkirchenrat und Beauftragter der Oldenburgischen Kirche für Ethik und Weltanschauungsfragen begann seinen Vortrag mit Ausführungen zu den Anfängen des Islam und der Person des Propheten Mohammed.

Er informierte über Entstehung und Aufbau des Korans und machte an einigen Beispielen deutlich, dass es für Muslime in Deutschland und Europa wichtig ist, einen eigenen kritischen Umgang mit dem Korantext zu entwickeln, um so fundamentalistischen Auslegungen von vornherein den Boden zu entziehen.

Nach einem Überblick über die muslimische Gemeinschaft weltweit sowie über das muslimische Leben in Deutschland stellte er verschiedene Ausformungen des Salafismus dar. Seine Ausführungen mündeten in der Überzeugung, dass es heute eine wichtige Aufgabe in der Bundesrepublik wie auch lokal vor Ort ist, an einer Gesellschaft mit zu arbeiten, in der Angehörige unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Gemeinschaften miteinander friedlich und in Respekt voreinander leben können.

Zahlreiche Nachfragen und Diskussionsbeiträge schlossen sich an, die sich auch auf die aktuelle Flüchtlings- und Asylpolitik bezogen. Es wurde darauf hingewiesen, dass man Ängsten voreinander vor Ort am besten durch Begegnungen und gemeinsame Unternehmungen z. B. in Vereinen abbauen könne. Der SPD Fraktionsvorsitzende Rüdiger Kramer erklärte hierzu, dass es in der Gemeinde Rastede bereits „zahlreiche Initiativen wie ein Willkommenscafé, einen ehrenamtlichen Deutschkurs u. v. m. gibt, die einen wichtigen Beitrag leisten für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in Rastede mit Flüchtlingen und Muslimen.“

 
 

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